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Hier dreht sich alles um das Schwein...

Wildschweine im Wald

Das Wildschwein

Das Wildschwein wird zu den Paarhufern gezählt und gehört in seiner ursprünglichen Form zur Familie der „Echten Schweine“ von welchem auch unser Hausschwein abstammt. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht von den Steppen Südostasiens bis hin in den Mittelmeerraum. Bereits in früherer Zeit wurde das Wildschwein in Ländern wie den heutigen Vereinigten Staaten und Neuseeland mit auf die Reisen von Seefahrern genommen. Dies aus dem Grund, weil man wusste das sich das Wildschwein schnell verbreitete, recht genügsam war und die Reisenden so sichergestellt bekamen, das sie in der sogenannten neuen Welt Frischfleisch zur Verfügung haben würden. Wildschweine gehören zu den Allesfressern geben aber frischen Eicheln und Mais den Vorzug weshalb sie sich gerne in jenen Gebieten ansiedeln in welche sich Eichelwälder und Maisanbau Flächen befinden. Tatsächlich können Sie heutzutage mit ein bisschen Glück und wenn Sie frühzeitig unterwegs sind die eine oder andere Gruppe von Wildschweinen antreffen. Von Annäherungsversuchen sollten Sie allerdings Abstand nehmen. Wildschweine sind aber im Allgemeinen, recht scheue Tiere und suchen schnell das Weite. Dadurch aber das die Anbauflächen immer mehr an Dorf oder Stadtränder angrenzen kann es ohne Weiteres sein, das Ihnen ein paar der borstigen Gesellen über den Weg laufen. In acht nehmen sollten Sie sich vor allem dann, wenn sie einen Frischlinge bei sich haben. Wildschweine gehen auch schon mal zum Angriff über, wenn diese ihren Wurf bedroht sehen. In der Jägersprache finden bestimmte Namen ihren Gebrauch. So wird ein Eber, das männliche Wildschwein meist Keiler genannt, oder auch Hauptschwein. Das weibliche wird mit dem Titel Bache bedacht und die jüngeren Tiere Frischlinge. Zwischen dem 13. bis zum 24. Lebensmonat bezeichnet man das Wildschwein, egal ob es sich um ein weibliches oder männliches Tier handelt als Überläufer bezeichnet.

Steckbrief vom Wildschwein

Von der Seite her gesehen wirken Wildschweine recht gedrungen, fast schon stämmig. Dies rührt vor allem durch den ziemlich massigen Oberkörper her und durch die Tatsache das die Beine im Vergleich zum Körper recht kurz ausgefallen sind. In Mitteleuropa erreichen die männlichen Tiere eine Länge von rund 140 bis 180 cm. Wobei die Länge vom Süden bis nach Norden zunimmt. Bachen erreichen immerhin noch eine Länge von bis zu 170 cm. Wenn Bachen ausgewachsen sind, welches im Alter zwischen 4 bis 5 Jahren der Fall ist, weisen diese ein Gewicht von knapp 150 Kilogramm auf. Keiler bis zu 200 Kilogramm. Auch hier gilt das je kälter ein Landstrich ist in dem das Wildschwein lebt, umso länger und schwerer kann es werden. So wurde im russischen Osten ein Keiler erlegt, der ein Gewicht von 320 Kilogramm aufwies. Begründet sieht man dies das sich die Tiere auf den kalten Winter vorbereiten müssen, weshalb sie im Vergleich zu ihren mitteleuropäischen Artgenossen deutlich mehr an Fett, Fleisch und Knochenmasse zulegen müssen um überleben zu können.

Die Lebensweise der Wildschweine

Die Lebensweise der Wildschweine

Wildschweine sind regelrechte Anpassungskünstler. Durch die Tatsache, dass sie Allesfresser sind und sie sich den Gegebenheiten auf effektivste Art und Weise anpassen können, haben sie sich über weite Teile Europas ausgebreitet. Selbst bis im tiefsten Osten Russlands findet man heute noch Bestände die allerdings seltener werden. Grund dafür liegt in der Art der Nahrungsbeschaffung. So fressen Wildschweine nahezu alles, benutzen dazu auch ihre überaus kräftigen Unterkiefer: Sie finden aber in den extrem langen Wintern kaum mehr genügend Futter. Mit ein Grund warum das sibirisch stämmige Wildschwein immer mehr in den südlicheren Gebieten Zuflucht sucht. Desgleichen wird man Wildschweine auch nicht in gebirgigem Gelände antreffen. Erstens gehören sie nicht gerade zu den geschicktesten Kletterern und außerdem finden sich in den gebirgigen Gegenden kaum schmackhaftes das ihnen zur benötigten Gewichtszunahme verhilft. Wildschweine gehören mit zu den scheusten Rudeltieren und ziehen es vor ein Leben in Gruppen-Solidarität zu führen. Wobei ein Keiler, da Hauptschein in alljährlichem Kampf den Führungsplatz für sich beansprucht. Diese leben dann mit ihren Bachen und den Frischlingen in Familienverbänden. Oftmals findet man Wildscheinsippen in feuchten oder sumpfigen gebieten. Bedingt durch den dichten und borstigen Fellbewuchs lieben es diese Tiere den Untergrund umzuwälzen und darin zu baden. Dadurch entfernen sie nicht nur Parasiten, beim Umgraben des feuchten Untergrundes findet sich auch so manches leckeres Wurzelwerk.

Lebensraum und Verbreitung

Die globale Erwärmung führte dazu das wieder zahlreiche Wildscheinverbände, anstatt nur einzelner Sippen in weiten Räumen Mitteleuropas zu finden sind. Wogegen im kälteren Osten mit starken Wintern weiter eine Abwanderung zu verzeichnen ist. Wildscheinen gesteht man eine gewisse Schlauheit zu. Dort wo sie gelernt haben, dass es das ganze Jahr über ausreichend viel Futter für die Familie gibt, dort verbleiben sie meist bis in das hohe Alter. Revierkämpfe nicht ausgeschlossen. Die globale Erwärmung hat auch zur Folge das selbst in solch heißen Gegenden wie der südlichen Toskana ganze Rudel von Wildscheinen mitunter erheblichen Schaden anrichten. Die Abwanderung von Wildscheinen aus den kalten östlichen Gebieten hält indessen weiter an. Dafür steigen die Populationen in wärmeren Gebieten weiter.

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